❓ Häufige Fragen zu ADHS – beantwortet von Fachleuten
Eltern und Pädagogen stoßen im Alltag mit ADHS-Kindern immer wieder auf Unsicherheiten.
Um Klarheit zu schaffen, haben wir typische Fragen gesammelt – und eine Kinderärztin, eine Ergotherapeutin und eine Psychologin um Antworten gebeten.
✨ Hinweis:
Die Antworten in diesem Beitrag stammen von echten Fachleuten – darunter Kinderärzte, Ergotherapeuten und Psychologen.
Um ihre Privatsphäre zu schützen, bleiben sie anonym.
Wenn du eine grundlegende Einführung suchst, lies zuerst diesen Artikel:
👉 Was ist ADHS? Eine verständliche Einführung für Eltern & Pädagogen
1️⃣ Ist ADHS nicht einfach nur „zu viel Energie“?
Kinderärztin:
„Nein. Kinder mit ADHS haben eine neurobiologische Besonderheit, die ihr Gehirn betrifft.
Der Unterschied zur normalen Lebhaftigkeit liegt darin, dass Konzentration, Impulssteuerung und Alltag dauerhaft beeinträchtigt sind – und zwar in verschiedenen Lebensbereichen.“
2️⃣ Kann man ADHS eindeutig diagnostizieren?
Psychologin:
„Ja, aber es braucht eine ausführliche Untersuchung. Dazu gehören Gespräche mit Eltern, Lehrerfragebögen und Tests mit dem Kind.
Ein einzelnes Verhalten reicht nie aus. Entscheidend ist der Gesamtverlauf über Zeit und in unterschiedlichen Situationen.“
Mehr dazu findest du hier:
👉 ADHS erkennen: Wann Eltern genauer hinschauen sollten
3️⃣ Hilft Bewegung wirklich gegen ADHS-Symptome?
Ergotherapeutin:
„Absolut! Bewegung wirkt wie ein natürlicher Verstärker. Sie reguliert den Muskeltonus, verbessert die Körperwahrnehmung und setzt Botenstoffe frei, die die Aufmerksamkeit stabilisieren.
Besonders günstig sind rhythmische Aktivitäten wie Schwimmen, Radfahren oder Klettern.“
4️⃣ Wächst sich ADHS mit der Zeit aus?
Kinderärztin:
„Die Symptome verändern sich, aber ADHS verschwindet nicht einfach.
Im Jugendalter wird aus der äußeren Unruhe oft eine innere Getriebenheit.
Auch Erwachsene haben häufig weiterhin Schwierigkeiten mit Organisation oder Impulsivität – entwickeln aber Strategien, damit umzugehen.“
5️⃣ Welche Rolle spielt die Ernährung?
Psychologin:
„Eine spezielle Diät heilt kein ADHS.
Aber eine ausgewogene Ernährung mit wenig Zucker und ausreichend Eiweiß kann die Symptomstärke beeinflussen.
Viele Eltern beobachten, dass Kinder nach stark zuckerhaltigen Mahlzeiten deutlich unruhiger sind.“
6️⃣ Was können Pädagogen im Alltag konkret tun?
Ergotherapeutin:
„Kleine Anpassungen machen viel aus:
✔ klare Strukturen
✔ visuelle Hilfen
✔ Bewegungspausen
✔ positive Rückmeldungen
Kinder mit ADHS profitieren enorm, wenn sie nicht nur für Fehler, sondern auch für Fortschritte gesehen werden.“
7️⃣ Und was ist mit Medikamenten?
Kinderärztin:
„Medikamente sind kein Muss, aber manchmal sinnvoll.
Sie helfen, die Signalübertragung im Gehirn auszugleichen, sodass Kinder ihre Fähigkeiten besser nutzen können.
Wichtig ist eine gute Beratung und enge Begleitung. Medikamente ersetzen niemals Pädagogik oder Therapie – sie können sie ergänzen.“
❤️ Fazit
Eltern und Pädagogen müssen mit ihren Fragen nicht allein bleiben.
ADHS ist komplex – aber mit fachlicher Unterstützung, Verständnis und alltagsnahen Strategien lassen sich viele Hürden meistern.
Geduld, Struktur und Wissen wirken oft genauso stark wie jede therapeutische Maßnahme.
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